Northland, das subtropische Neuseeland

Northland, im Norden Neuseelands gelegen, eignet sich besonders zum Bereisen und Entdecken außerhalb der Hauptsaison. Denn hier herrscht eher ein subtropisches Klima, es wird selbst im Winter nicht wirklich kalt, doch es kann dann öfters und heftig regnen. Dabei hilft die richtige Einstellung und Ausrüstung, jedoch aus persönlicher Erfahrung, keinerlei Ausreden.

Whananaki - the longest footbridge
Whananaki – the longest footbridge

Routenplaner Northland

Im Juli 2014, während eines 10-Tage-Roadtrips im Wohnmobil, durfte ich den Jahrhundert-Regen in Northland kennen lernen, der 3 Tage andauerte. Es ist dann umso schöner, wenn die Sonne sich wieder blicken lässt. Begleite mich nun auf der Twin Coast Discovery Touring Route – Teil 1 (Richtung Norden)

State Highway 1 und 12 – SH1/12
Strecke: Auckland – Cape Reinga
Entfernung: 511 km (Strecke mit Mautgebühr)
Dauer: ca. 8,5 Stunden Fahrtzeit (ohne Verkehr)

Waipu
Waipu

Im Norden Neuseelands lohnt sich als erster Stop in Waipu anzuhalten. Strandspaziergänge bei Ebbe um nach Muscheln zu suchen oder die Erkundung der Flussmündung, sind reizvolle Abwechslungen. Nette, bunt gestaltete Picknickplätze am südlichen Ende des Strands laden Dich zum Verweilen ein.

Whangarei
Whangarei

Die größte Ortschaft im Northland ist Whangarei. Auf den ersten Blick, beim Durchfahren, scheint dieser Ort eher unspektakulär. Bei genauerem Hinsehen, lässt sich dort ein netter Hafen entdecken. Naturliebhaber finden hier, bei Touristen eher unbekannte Gebiete, Das Bream Head Scenic Reserve bietet an, sich hier auszutoben.

Whangarei Heads Road
Whangarei Heads Road

Weiter nach Norden an der Küste liegt Tutukaka. Von diesem Hafen geht es zu den vorgelagerten Poor Knights-Inseln, in das schönste und beliebteste Taucher-Paradies das Neuseeland zu bieten hat.

Tutukaka
Tutukaka

Wer lieber am Strand spazieren möchte, findet in Matapouri den richtigen Partner dafür. Eine wunderschöne Bucht lädt zur Erkundung ein.

Matapouri
Matapouri

Zwischenstopp-Tipps

In der Gallery & Cafe Helena Bay Hill lässt es sich herrlich in Kunstgegenständen stöbern, sowie einen Kaffee genehmigen.

Seerosen am Helena Bay Hill
Seerosen am Helena Bay Hill

Ebenfalls die schöne, friedvolle Atmosphäre des kunstvoll gestalteten Gartens genießen, ein besonderer Ort für einen Zwischenstopp, bei dem sich das Anhalten und Verweilen lohnt.

Bland Bay
Bland Bay

Bland Bay ist gar nicht so langweilig wie der Name anmuten lässt. Im Juli 2014 waren wir hier auf dem Campingplatz die einzigen Gäste, weit und breit nur Natur. Der Blick über das tosende Meerwasser, das in die Bucht und die Füße umspült, lies uns vergessen das es ja eigentlich Winter war.

tosende Wellen
tosende Wellen

Die Elliot Bay, ein weiterer Aussichts-Höhepunkt, kann ich ebenfalls empfehlen für einen Stopp. Wenn Du Zeit hast, kannst Du hier einen kurzen Spaziergang an einem wilden Strand unternehmen.

Elliot Bay
Elliot Bay

Routenstop Northland

Der schönste und interessanteste Ort an der Bay of Island ist, für meinen Geschmack, das historische Russell. Die Einwohner haben Humor und verkleiden sich zum jährlichen Event, dem Birdman-Festival. Der Parade am Strand in den lustigen Kostümen folgt ein Sprung ins kühle Nass von der Jetty. Was für ein Spaß!

Birdman-Festival Russell
Birdman-Festival Russell

Highlight der Route

Endlich angelangt am Cape Reinga, das obere Ende Neuseelands. Die Maori glauben, dass dort die Seelen der Verstorbenen das Land der langen weißen Wolke verlassen, um zurück nach Hawaiki zu kehren. Ein spiritueller Ort, an dem zwei Ozeane aufeinander treffen. Am Leuchtturm treffen sich Touristen aus aller Welt und das Wetter kann hier sehr unbeständig sein.

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Routenplaner Northland

Nun führt die Twin Coast Discovery Touring Route – Teil 2, in Richtung Süden.

State Highway 1 – SH1
Strecke: Cape Reinga – Auckland
Entfernung: 478 km (Strecke mit Mautgebühr und Fähre)
Dauer: ca. 7 Stunden Fahrtzeit (ohne Verkehr)

Abstecher

Auf dem Rückweg, umweit vom Cape Reinga, bietet sich eine kurze Erkundung von Spirits Bay an. Ein mystischer Strand, wichtig für die Ahnen der Maoris.

Spirits Bay
Spirits Bay

Auch die Te Paki Sanddünen solltest Du besuchen, dort findest Du sehr feinen, goldgelben Sand, die Dünen ziehen sich teilweise bis zum Horizont.

Te Paki Sanddünen
Te Paki Sanddünen

Nächster Stop ist Kaitaia, die größte Stadt im Norden. Dort kann man günstig Auftanken und Lebensmittel besorgen. Die Bibliothek befindet sich in einem interessant gestalteten Gebäude. Dort gibt es ein Cafe und Ausstellungen zu besichtigen.

Kaitaia: Te Aru
Kaitaia – Te Aru

Um etwas Wegstrecke zu verkürzen, nimmst du von Kohukohu die Fähre nach Rawene. Diesen beiden Ortschaften sind sehr klein und es fühlt sich an als wäre in diesem Teil Neuseelands die Zeit stehengeblieben.

Bootssteg in Kohukohu
Bootssteg in Kohukohu

Auch findet man im hohen Norden kaum Brücken die mehrspurig sind. Deshalb solltest Du Dich darauf einlassen das die Uhren hier langsamer gehen, die jedoch Fähre gewöhnlich sehr pünktlich ablegt.

Fähre nach Rawene
Fähre nach Rawene

Routenstopp

Opononi, ein kleiner, eher unscheinbarer Ort, mit etwas über 400 Einwohnern und einer rührenden Geschichte. Der Ortsname ist verbunden mit dem Leben von einem zahmen Delfin, der hier in der Mitte der 50er Jahre Berühmtheit erlangte. Das Naturreservat an der Flussmündung und die gegenüberliegenden Sanddünen sind ebenfalls ein Besuch wert.

Opo in Opononi
Opo in Opononi

Abstecher

Unweit von Opononi liegt der Waipoua Forest, ein oft bestaunter Kauriwald mit seinen bemerkenswerten und uralten Bewohnern. Der bekannteste davon ist Tāne Mahuta, der Herr des Waldes. Der Baumriese wird auf ein Alter von 2000 Jahren geschätzt.

Tane Mahuta
Tane Mahuta

Routenstop

Baylys Beach bietet zwar nicht gerade eine Auswahl an Unterkünften, doch der Strand mit nahe gelegenem Campingplatz ist bei Neuseeländern in den Ferien oder Wochenenden sehr beliebt.

Baylys Beach Sonnenuntergang
Baylys Beach Sonnenuntergang

Alternative Routen 

Von hier geht es zurück nach Auckland. Über den Highway 12 und 1 ist die Strecke schneller, kostet jedoch eine Mautgebühr in der Nähe von Orewa. Wer bei Wellsford zurück auf den Highway 12 fährt kann diese Gebühr sparen. Das bietet sich vor allem an wenn du ein Ziel an der Westküste, wie zum Beispiel Muriwai oder Piha ansteuerst.

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