Entlang der Southern Scenic Route

Erst entlang der wilden Südost-Küste Neuseelands führt diese abwechslungsreiche Strecke, die dann später in Richtung Inland wechselt und über Fjordland nach Queenstown gelangt. Hier eine Übersicht zur den verschiedenen Streckenabschnitten in Englisch.

Wilde Küste - Tunnel Beach
Wilde Küste – Tunnel Beach

Beginnend in Dunedin vom Stand Saint Clair fährt man über die Küstenstraße.  Ein lohnenswerter Stopp ist Tunnel Beach. Wie der Name schon verrät gelangt man vom Parkplatz über einen kurzen 15minütigen Spaziergang und dann durch einen kurzen Tunnel zu diesem Strand. Da der Weg über privates Farmland führt, ist dieser während der Lammzeit von August bis Oktober geschlossen.

Sandsteinformation - Tunnel Beach
Sandsteinformation – Tunnel Beach

Gesichtet werden dort Kormorane  die sich an der von der Natur geformten eindrücklichen Sandsteinfelsformationen tummeln. Zeit zur Erkundung  von Höhlen und genieße den fantastischen Ausblick auf das Meer und die zerklüftete Küste, eine Stunde geht dort schnell vorbei.

Tunnel Beach
Tunnel Beach

Fährt man weiter Richtung Süden gelangt man vorbei am Fischerdorf des Taieri Mouth und erreicht Waihola. Das Seeufer lädt zu einem Picknick ein und schließt sich wieder an die offizielle Southern Scenic Route an.  Der nächste Stop liegt in den Catlins und ist der prächtigste Wasserfall auf dieser Strecke, Purakanui Falls, eine Ikone für jeden Fotografen. Bei Dunkelheit kam man in der Nähe der Brücke auf dem Wanderweg Glühwürmchen entdecken.

Purakanui Falls
Purakanui Falls

Das nächste Highlight ist Nugget Point mit seinem Leuchtturm und den Felsen die bei Sonnenuntergang wie Nuggets leuchten und diesem Ort den Namen gegeben haben. Da es hier oft stürmt sind Windjacke und Mütze gute Wegbegleiter. Auf jeden Fall noch am Roaring Beach nach Gelbaugen-Pinguine Ausschau halten, besonders gut sind die Chancen bei Sonnenauf- und –untergang.

Nugget Point
Nugget Point

Seelöwen findet man vor allem an den Stränden von Cannibal und Surat Bay. Ein Bulle kann bis zu 400kg auf die Waage bringen. Auch wenn sie etwas behäbig aussehen, sollte man sich ihnen vorsichtig und nicht mehr als 10 Metern nähern. Vor allem dösen sie in den Dünen nahe dem Strand und legen sich gerne auf den Wanderweg. Also Achtung, es kann passieren dass man ihnen unbeabsichtigt zu nahe kommt.

winkender Seelöwe in Suratbay
winkender Seelöwe in Surat Bay

Der nächste Stopp könnte in Papatowai sein, dort stellt der Künstler Blair Somerville in seiner „Lost Gypsy“ Galerie in einem ausrangierten Wohnmobil seine außergewöhnlichen „Gizmos“ aus. Leider im Winter und mittwochs geschlossen, eine sehr sehenswerte Ausstellung eines Tüftlers der einzigartige Spielzeuge und witzige Gerätschaften herstellt.

„Lost Gypsy“
„Lost Gypsy“

Danach folgt entlang der Route ein großartiger Ausblick über die Tautuku Halbinsel und weiter geht es entlang der Catlins Küste vorbei am Lake Wilkie. Der Wanderweg ist ein kurzer einstündiger Rundgang und lohnt sich. Auf keinen Fall verpassen sollte man den Besuch der imposanten Cathedral Caves, jedoch nur möglich während Niedrigwasser bzw. ein bis zwei Stunden vor oder nach der Ebbe. Ein hübsch angelegter Privatweg führt zu einem fantastischen Strand, der Eintritt kostet ca. NZ$ 5 (Stand: 2012).

Cathedral Caves
Cathedral Caves

Auf der weiteren Strecke sind einige Wanderwege mit Wasserfällen ausgeschildert und wer noch Zeit hat, sollte diese besuchen. Ein Scherzkeks hat einen davon Niagara Falls benannt 😉 Dieser befindet sich ganz in der Nähe von Curio Bay, mein persönlicher Lieblingsort. Die Wellen tosen dort an die Überreste eines fossilen Waldes über den bei Sonnenuntergang und Ebbe manchmal seltene Gelbaugen-Pinguine watscheln.

180 Million Jahre alter fossiler Wald in Curio Bay
180 Million Jahre alter fossiler Wald in Curio Bay

Die angrenzende Bucht Porposie Bay mit seinem langgezogenen Strand  ist beliebt bei Surfern und Hector-Delfinen die um die Wette auf den Wellen reiten. Ab und zu verirrt sich auch ein Seelöwe an den Strand.  Seehunde dösen ab und zu auch auf den Felsen am Campingplatz.

Surfer and seabirds on the Beach
Surfer und Seevögel am Strand

Curio Bay besteht nur aus ein paar Ferienhäusern, es gibt kein Geldautomat oder Restaurant. Am besten sollte man alles was während des Aufenthalts benötigt wird mitbringen, denn der nächste Ort ist ca. 20 km entfernt und bietet nur begrenzten Service. An der Rezeption auf dem Campingplatz in Curio Bay kann man Milch und Brot, sowie ein paar Fertiggerichte kaufen.

Hector Delphine in der Porpoise Bay
Hector Delphine in der Porpoise Bay

Von Curio Bay aus gelangt man nach Slope Point, der südlichste Punkt der Südinsel. Ebenfalls in der Nähe und sehenswert ist der neu angelegte Rundweg um den historischen Leuchtturm am Waipapa Point.  Hier tummeln sich oft Seelöwen am Strand.

Waipapa Leuchtturm
Waipapa Leuchtturm

Die Hafenstadt Bluff, der nächste historische Ort auf der Route, fühlt sich an als sei die Zeit stehengeblieben.  Von hier beginnt das Festland Neuseelands mit dem Highway 1 und es legt die Fähre, die einen nach Stewart Island bringt, ab. Vom erhabenen Aussichtspunkt aus sieht man Raikura, die Maori-Bezeichnung für  Stewart Island. An klaren Tagen erkennt man außerdem die gesamte Südküste entlang bis zur Humpridge Range. Entlang der Aussichtsplattform gibt es viele Informationen über die Geschichte der Region.  Während der zwei-monatigen Austern-Saison (März bis Mai) kann man in dem dafür weltweit bekannten Bluff, die besten Exemplare  dieser Art, frisch aus dem Meer gefangen, probieren.

Aussicht vom Bluff Hill
Aussicht vom Bluff Hill

Invercargill ist ein guter Routenstop mit Geschäften und diversen Einkaufsmöglichkeiten, es bietet sich vor allem an den Tank aufzufüllen und sich im Supermarkt mit Proviant einzudecken. Mir hat hier der Rundweg im Thompsons Bush, durch einen verzaubernden Toatara-Wald, besonders gut gefallen. Motorradfans sollten sich im Baumarkt Hayes den berühmten „World Fastest Indian“ anschauen. Bekannt wurde diese wahre Geschichte eines außergewöhnlichen Kiwis durch den gleichnamigen Film mit Sir Anthony Hopkins in der Verkörperung von Burt Munro.  Ein interessanter Schauplatz des Films ist Oreti Beach.

Sunset on the South Coast
Sunset on the South Coast

Weiter entlang der Southern Scenic Route gelangt man durch den netten Fischerort Riverton. Ein Spaziergang an den „Rocks“ und ein Besuch des lokalen Museums sind empfehlenswerte Unternehmungen. Das Museum gibt einen guten Einblick in die Besiedelung und die Geschichte dieser Gegend.

Sunrise in Colac Bay
Sunrise in Colac Bay

Auf den letzten Stück der Küste gibt es einiges zu entdecken. Colac Bay, ist ein putziger Ort der sich zum Übernachten in einem Ferienhaus anbietet. Liebevoll dekoriert mit jeder Menge Muscheln und einer Surfer-Statue präsentiert sich die Colac Bay Taverne, direkt am Highway gelegen. Colac Bay ist ein guter Ausgangspunkt und Routenstop um die Umgebung zu erkunden.

Cozy Nook
Cozy Nook

Zum Bespiel der Besuch von Cozy Nook, eine historische Bucht die einen in die Vergangenheit katapultiert und die Zeit vergessen lässt. Verschiedenste Mineralien kann man am Gemstone Beach sammeln und Monkey Island bietet einen weiten Blick über diese Bucht. Auf diesem Abschnitt der Küste findet man viele vom Wind verformte und bizarr aussehende Bäume.

Gemstone Beach
Gemstone Beach

Die Strecke wendet sich nun ab von der Küste und führt nach Tuatapere. Von dort kann man Ausflüge zum tiefsten See Neuseelands, Lake Hauruko, unternehmen oder den Humpridge Track entlang wandern.  Der nächste Stop ist Manapouri, Ausgangspunkt zum beeindruckenden Doubtful Sound und gelegen am Tor nach Fjordland.

Wilmot Pass Ausblick auf den Doubtful Sound
Wilmot Pass Ausblick auf den Doubtful Sound

Der Tagesausflug nach Doubtful Sound ist sehr empfehlenswert und präsentiert sich wunderschön in jeder Art von Wetter. Ein außergewöhnlicher und magischer Flecken dieser Erde. Bei meinem letzten Besuch habe ich dort viele Delphine gesehen, selbst ein Baby-Delphin war dabei. Weniger frequentiert als der Milford Sound und deshalb für Besucher geeignet die nicht viel Zeit mitbringen, denn es erspart einem die lange An- und Abreise.

Doubtful Sound
Doubtful Sound

Wer jedoch die Zeit hat, sollte sich auf den Weg nach Milford Sound machen, denn die mindestens zweistündige Fahrt von Te Anau nach Milford bietet viele landschaftliche Reize. Auf jeden Fall bei Mirror Lakes und Chasm anhalten und für diese Stops mit entsprechend mehr Zeit einplanen.  Die Wanderwege zum Key Summit und nach Marian Lakes sind sehr empfehlenswert. Von dort hat man einen großartigen Ausblick auf die majestätischen Berge und Täler die Fjordland so einzigartig machen. Zurück in Te Anau wird ein romantischer Bootsausflug zu den Glühwürmchenhöhlen auf der anderen Seite des Sees angeboten, ist besonders zu empfehlen zum Sonnenuntergang.

Sonnenuntergang auf dem Lake Te Anau
Sonnenuntergang auf dem Lake Te Anau

In Queenstown endet die “Southern Scenic Route”. Auf dem Weg dorthin liegt am unteren Ende des Lake Wakatipu, Kingston. Dieser gemächliche Ort beherbergt eine historische Eisenbahn, den Kingston Flyer. Dieser Zug wurde 2011 nach einer Pause wieder in Betrieb genommen und tuckert nun mit viel Rauch und Getöse durch eine grandiose Landschaft zu einer kleinen Haltestelle in Fairlight.

Kingston Flyer
Kingston Flyer

Der letzte Abschnitt entlang des Wakatipu Sees bietet herrliche Ausblicke auf die direkt aus dem Wasser herausragenden Berge. Es gibt jede Menge Picknick-Stellen und Möglichkeiten anzuhalten, um die Erinnerungen in einem Foto festzuhalten.

Lake Wakatipu
Lake Wakatipu

2 Antworten auf „Entlang der Southern Scenic Route“

  1. wunerschöne fotos, ein guter, den weg sehr einprägsam beschreibender text! man bekommt bei betrachten des beitrags gleich selbst lust, die route zu beschreiten; und so sollte es sein!!!
    joerg

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.